Scholé Nachrichten

Scholé-Nachrichten Juni 2018

Liebe Scholé-Freunde,

die meisten von euch haben wahrscheinlich den einen oder anderen Zeitschriftenartikel in Profil oder News gelesen, wo wieder einmal LAIS, Colearning, Homeschooling und Freilernen in einen Topf geworfen wurden, den man dann mit dem Warnschild „Finger weg: Sekten! Antisemitismus! Esoterik! Staatsverweigerer!“ versehen hat. Auf vorbildliche Weise beherzigen die Redakteure selbst diese Warnung: Mit Recherchen halten sie sich nicht auf, es genügt ihnen die Meinung der Sektenberatungsstelle…

Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als Montessori- und Waldorf-Schulen mit ganz ähnlichen Totschlag-Argumenten diffamiert wurden. Vor 30 Jahren gehörte Mut dazu, sich für eine unter Sektenverdacht stehende Alternativschule zu entscheiden, wo die Kinder angeblich nichts Vernünftiges lernen, sondern nur herumspielen… Viele Eltern haben diese Entscheidung auch keineswegs freiwillig getroffen, sondern weil ihnen nichts anderes übrig blieb, wenn ihre allzu sensiblen Kinder mit der Regelschule einfach nicht zurechtkamen. Den Behörden war und ist es bis heute durchaus recht, dass „verhaltensauffällige“ Schüler von privaten Alternativschulen aufgefangen werden. Deshalb werden diese Schulen vom Staat geduldet, wenn auch nicht finanziert: Hoch sensible Kinder muss man sich eben leisten können, nicht wahr?

Die AlternativschülerInnen von damals sind inzwischen erwachsen und stehen, entgegen allen Unkenrufen, meist erfolgreich und zufrieden im Leben. Viele von ihnen sind inzwischen selbst Eltern und bereit, noch einen Schritt weiter zu gehen: Die Zahl der Freilerner und der alternativen Einrichtungen steigt mit der Zahl hoch sensibler Kinder, deren Eltern darin keine „Krankheit“ sehen, sondern einen Grund zur Freude. Weniger Freude haben damit offenbar die Bildungsverantwortlichen, denen die lückenlose Kontrolle über den Nachwuchs zu entgleiten droht. Zum Glück finden sich immer wieder gesprächsbereite und einfühlsame Beamte und Beamtinnen, für die das Kindeswohl im Vordergrund steht. Sie sind deshalb bereit, mit mutigen Eltern zu kooperieren und maßgeschneiderte Lösungen zu finden.

Artikel wie „Voodoo Pädagogik“ fallen diesen aufgeschlossenen Beamten jedoch in den Rücken. Sie sind Wasser auf die Mühlen der unerbittlichen Behördenvertreter, denen es nur darum geht, ohne Wenn und Aber „ihre Pflicht zu erfüllen“. Als Leserin frage ich mich, wie eine derart fahrlässige Berichterstattung zu verantworten ist angesichts der Tatsache, dass dieselben Zeitschriften fast jede Woche alarmierende Artikel über den „Bildungsnotstand“ in Österreich veröffentlichen: Über steigende Gewalt an Schulen, Lehrer-Burnout, Schüler mit schwerwiegenden psychischen und gesundheitlichen Problemen, Suchtgefährdung, katastrophale Testergebnisse, SchulabgängerInnen ohne Zukunft, die weder rechnen noch sinnerfassend lesen können, usw.

Wäre es nicht die Pflicht einer demokratischen Gesellschaft, endlich Alternativen zu erproben? Endlich das Wohl der jungen Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und nicht die Erhaltung des Systems? Endlich Bildungs-Pioniere und Pionierinnen, die den Mut haben, sich auf Neues einzulassen, fachlich und finanziell zu unterstützen, anstatt ihnen das Leben schwer zu machen? Endlich selbstbestimmte Kinder, die mit Freude aus eigenem Antrieb lernen, systematisch zu beobachten, um die daraus gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse auch den Schulkindern zugute kommen zu lassen?

Wäre es nicht die Pflicht demokratischer Medien, sich mit Initiativen aus der Zivilgesellschaft unvoreingenommen zu beschäftigen? Genaue Recherchen darüber anzustellen, bevor man sie einer größeren Öffentlichkeit vorstellt? Und innovative Projekte gegen althergebrachte Vorurteile zu verteidigen? Wäre es nicht die Aufgabe junger Journalisten, die Partei der Kinder und Jugendlichen zu ergreifen und sich für das Recht auf Bildungsfreiheit einzusetzen, anstatt nach noch mehr Überwachung und Kontrolle zu rufen?!

Ich bitte euch, in eurem Bekanntenkreis diese Fragen zu verbreiten. Bei erschreckend vielen Menschen beobachte ich eine Art bedingten Reflex, ungeschaut alles zu verdammen, was die Medien ins rechte oder esoterische Eck gestellt haben. Bitte schaut nicht weg, sondern schaut hin! Lasst euch nichts einreden, weder im Positiven noch im Negativen! Fordert Fakten anstelle unbewiesener Meinungen! Gebt jungen Initiativen eine Chance, Anfangsschwierigkeiten zu überwinden und sich zu entwickeln! Aber holt Hilfe, wo ihr mit eigenen Augen Missstände wahrnehmt – egal ob im Schulsystem oder außerhalb.

Und achtet bei der Beurteilung von Bildungswegen bitte darauf, dass nicht die REALITÄT des einen Weges mit dem IDEAL des anderen Weges verglichen wird! Abenteuerliche Behauptungen, man könne in 2 Tagen Lesen und Schreiben lernen oder den Mathematikstoff der Oberstufe innerhalb von 4 Wochen beherrschen, entbehren jeder realen Grundlage. Sie sind im übrigen nicht Teil der LAIS-Philosophie, sondern standen kurze Zeit auf einer einzigen Homepage und sind von dort aus gutem Grund rasch wieder verschwunden. In unseren Gesetzesbüchern steht dagegen immer noch die absurde Bestimmung, wonach ein zum häuslichen Unterricht angemeldetes Kind, das bei der Jahresprüfung mit 7 oder 8 Jahren noch nicht sinnerfassend lesen kann, nie wieder frei lernen darf: Es muss nun zur Schule gehen, wo 25% seiner Mitschüler das mit 14 oder 15 Jahren noch nicht können…

Ich wünsche euch schöne, unbeschwerte Sommertage!
Alexandra

Scholé-Nachrichten Mai 2018

Liebe Scholé-Freunde,

in den vergangenen Wochen habe ich mit vielen Menschen über das Thema BILDUNGSFREIHEIT gesprochen. Obwohl ich mich redlich um Klarheit bemüht habe und meine Gesprächspartner alle aufgeschlossen und gutwillig waren, hatte ich bei den meisten doch das Gefühl, dass ihr „geschulter Verstand“ sich gegen meine Ausführungen teilweise sträubte. Ich glaube, das liegt vor allem daran, dass die Forderung nach Bildungsfreiheit tatsächlich ein viel umfassenderes Menschenbild voraussetzt als jenes, von dem unser derzeitiges Bildungssystem ausgeht. Wo Bildung nicht mehr als Recht, sondern als Pflicht definiert wird, hat die Freiheit keinen Stellenwert, denn sie ist ein Kind der Muße!

Wie ihr wisst, bin ich davon überzeugt, dass unsere besten Lehrer die hoch sensiblen Kinder der neuen Zeit sind. Das habe ich selbst oft und oft erfahren, aber noch nie auf so unmittelbare und überwältigende Weise wie bei der Begegnung mit Christina von Dreien! Mit gerade einmal 16 Jahren hat dieses in der Schweiz geborene und aufgewachsene Mädchen, das über ein mehrdimensionales Bewusstsein verfügt, im letzten Jahr begonnen, ihre Weisheit und ihr erstaunliches Wissen in die Welt hinaus zu tragen. Sie hält Vorträge im gesamten deutschsprachigen Raum, alle 14 Tage gibt es unter dem Titel „Time to be“ eine einstündige TV-Sendung mit ihr (auf Youtube jederzeit abrufbar), und im Govinda Verlag sind auch schon 2 Bücher erschienen, in denen ihre Mutter Bernadette einen Teil der Einsichten und Erkenntnisse zusammenfasst, mit denen ihre Tochter sie von früher Kindheit an überraschte. Hier ein Auszug aus dem zweiten Band „Die Vision des Guten“ (Seite 288 ff.), in dem es um den notwendigen Wandel im Bildungssystem geht:

„Das heutige Lernen an Schulen und Hochschulen wird einseitig durch den rationalen Verstand der linken Hirnhemisphäre dominiert, während das rechtshemisphäre, also das komplexe, emotionale und intuitive Denken vernachlässigt wird. Dadurch liegt bei den meisten Menschen ein immenses geistiges Potential ungenutzt brach. Die zur Starrheit neigenden Denkmuster des einseitig-rationalen Verstandes lassen sich durch fremde, unlichte Einflüsse leichter programmieren und manipulieren, was wohl erklärt, warum das herrschende System ausschließlich diesen Teil fördert.

Solange sich das Bildungssystem und die Wissenschaften selbst solche Grenzen setzen, wird es sehr schwierig sein, dass positive, visionäre Ideen und Innovationen sich durchsetzen. Wenn es uns gelingt, uns nicht mehr durch unsere Konditionierungen und durch unsere veralteten Konzepte, Strategien und Moralvorstellungen selbst Grenzen zu setzen, dann werden wir wahrlich kreativ und werden offen für alle Möglichkeiten – eben wie ein spontanes, unbeschwertes und vertrauensvolles Kind.

Christina erklärt: „In unserem Körper verfügt jede Zelle über die exakte Information, welche hochkomplexe Funktion sie ausüben soll. Dasselbe Verhalten finden wir auch bei jeder Pflanze und bei jedem Tier. Sie leben gemäß ihrer Natur, ohne Lehrer und ohne Lernvorgaben. Alles scheint harmonisch organisiert zu sein und funktioniert über ihr eigenes Bewusstsein. Warum sollten wir als menschliche Wesen das nicht auch schaffen? Grundsätzlich sind wir alle von Natur aus hochbegabt.“

Es gibt mittlwerweile ausreichend viele Beispiele von Menschen, die nie eine herkömmliche Schule besucht haben und die trotzdem großartige Begabungen offenbaren und leben. Sie lesen, schreiben, sprechen fremde Sprachen und kennen sich in irgendeinem Gebiet, das ihrer Berufung und ihrem Potenzial entspricht, überdurchschnittlich gut aus. Lernforscher haben längst erkannt, dass das wirkliche Lernen in dem Moment stattfindet, wenn der betreffende Mensch mit Herz und Seele bei der Sache und voll motiviert ist. Daraus folgt, dass es wenig sinnvoll ist, für eine ganze Gruppe von Menschen, beispielsweise eine Schulklasse oder eine Ausbildungsgruppe, einheitliche Lernziele zu formulieren. Denn eine Gruppe besteht immer aus Individuen, und jedes Individuum ist einmalig und einzigartig. Wenn man versucht, alle in denselben Topf zu werfen, dann wird man am Ende höchstwahrscheinlich keinem einzigen von ihnen gerecht.

Der Schlüssel für ein zukünftiges sinnvolles Lernen besteht darin, seinem Seelenplan und seiner Intuition zu folgen und dabei sein volles Potenzial zu entfalten. Wenn ein Kind (oder auch ein Erwachsener) diesen individuell zugeschnittenen Entfaltungsrahmen zur Verfügung gestellt bekommt, wird es freudvoll genau das lernen, was es lernen will und wofür es eine spontane, natürliche Motivation verspürt. Ebenso wird es dann lernen, wenn es möchte, und auf die Art und Weise, die ihm entspricht. Wer ohne äußeren Zwang und Druck lernen und sich gemäß seinem Seelenplan harmonisch entfalten kann, wird ein glückliches, erfülltes, kreatives und wertvolles Mitglied der menschlichen Gesellschaft werden. Solche Menschen sind die Hoffnungsträger für die Zukunft, denn sie zeigen durch ihr eigenes Beispiel neue Perspektiven auf, die nicht auf künstlichen, unlichten Abhängigkeitssystemen, sondern auf den freilassenden universellen Gesetzen des Lichts beruhen.

In dieser vielversprechenden Zeit des Umbruchs geht es also darum zu erkennen, was für ein immenses Potenzial an Wissen und an Begabungen in jedem Menschen vorhanden ist. Es geht darum, dieses Potenzial sich möglichst frei entfalten zu lassen, denn sobald dies geschieht, wird sich die Gesellschaft grundsätzlich und nachhaltig zum Guten verändern. Jeder Mensch sehnt sich danach, in seiner Einzigartigkeit als wertvoll wahrgenommen zu werden. Jeder Mensch sehnt sich danach, seiner Bestimmung zu folgen und seine Talente zu leben. Wenn ihm dies ermöglicht wird, dann entfällt auch der ganze destruktive Konkurrenzkampf oder das verzweifelte Ringen um Aufmerksamkeit und Anerkennung…

In Christinas Vision für eine zukünftige Schule wird es nicht mehr so sein, dass ein Lehrer autoritär vor seinen Schülern steht und diese einseitig mit seinem angelernten Wissen ‚unterrichtet‘. Vielmehr wird es so sein, dass Schulen Orte des harmonischen Zusammenlebens und des gemeinsamen und wechselseitigen Lernens zwischen Lehrern und Schülern sind… Christina erklärt: „Das ganze Leben bedeutet zu lernen, denn das Lernen ist kein Prozess, der irgendwann abgeschlossen ist. Beim Lernen gibt es auch kein ‚richtig‘ oder ‚falsch‘, denn Lernen ist grundsätzlich individuell sowie auch orts- und personenunabhängig. Man kann immer und überall lernen, und man braucht dazu keine Schulgebäude und keine Lehrpersonen.“

Pfingsten, das Fest des Geistes, der weht, wo ER will, scheint mir der richtige Zeitpunkt zu sein, um mit euch allen die Zuversicht zu teilen, die ich verspüre, seitdem ich weiß, dass die Bildungsfreiheit nun eine Fürsprecherin wie Christina hat: Diesem zarten Mädchen werden sich alle „unlichten“ Mächte und Gewalten beugen müssen, sogar die scheinbar unbesiegbare Macht der Gewohnheit 🙂

mit lichten Grüßen
Alexandra

Postskriptum zu den Scholé-Nachrichten Mai 2108

Liebe Scholé-Freunde,

ich habe das Gefühl, dass ich euch noch eine grundsätzliche Erklärung zur Botschaft von Christina von Dreien schulde. Bei manchen Freunden und Freundinnen der Muße für Herz und Geist hat sie helle Freude ausgelöst, bei anderen eher Zweifel und Misstrauen geweckt, weil sie „nach Esoterik riecht“. In den letzten zwei Tagen habe ich nach Argumenten gesucht, um die Zweifler – nein, nicht zu beschwichtigen, sondern darüber aufzuklären, woher ihre Ängste und Bedenken kommen: Der Begriff Esoterik gehört endlich entmystifiziert!

Wusstet ihr, dass die größten Naturwissenschaftler – unter ihnen Newton, Kepler, Einstein, Planck oder Schrödinger – Mystiker waren, also Menschen, die sich der INNENSCHAU widmeten (wörtlich: mit geschlossenen Augen schauten) und auf diese Weise zu bahnbrechenden neuen Erkenntnissen gelangten, wie sie selbst in ihren Schriften und Briefen betont haben?

Habt ihr schon einmal darüber nachgedacht, warum Diktatoren seit jeher weisheitsliebende Philosophen oder Dichter und Liedermacher, die Frieden und Liebe besangen, mehr gefürchtet haben als schwer bewaffnete Gegner?

Wundert ihr euch auch manchmal darüber, dass die Kirche noch heute Freidenker wie Eugen Drewermann mit Berufsverbot belegt? Oder dass ein Friedensaktivist wie der Schweizer Historiker Daniele Ganser aus allen akademischen Zirkeln verbannt und von den Massenmedien als Verschwörungstheoretiker denunziert und lächerlich gemacht wird?

SEID IHR SCHON EINMAL DER FRAGE NACHGEGANGEN, WARUM IN UNSERER LIBERALEN GESELLSCHAFT AN SÄMTLICHEN SCHALTSTELLEN DER MACHT SO VIEL ENERGIE DARAUF VERWENDET WIRD, DIE ESOTERIK ABZUWERTEN?

Als ich selbst noch zu den Zweiflern gehörte, habe ich mir einmal diese Frage gestellt. So fand ich heraus, dass das griechische Wort esoterikos einfach NACH INNEN GERICHTET bedeutet – und das hat mir doch sehr zu denken gegeben… Worin Amtskirchen, Sekten, Politiker aller Parteien, seriöse Medien, Schulen und Universitäten in wahrhaft bemerkenswerter Weise übereinstimmen, ist also das Bestreben, uns mit allen Mitteln davon abzuhalten, unsere Aufmerksamkeit NACH INNEN zu lenken?!

DIE ENERGIE FOLGT DER AUFMERKSAMKEIT. Menschen, die sich dieser fundamentalen Tatsache bewusst geworden sind, machen die Erfahrung, dass sie ihr Leben selbst steuern können bzw. dass ihr Leben „wie von selbst“ einen für sie positiven Verlauf nimmt, wenn sie auf ihre INNERE Stimme hören.

Der Satz lässt sich auch umdrehen, denn das Wissen um die kosmischen Gesetze, zu denen das Resonanzgesetz von Energie und Aufmerksamkeit zählt, ist uns allen eingeboren: Kinder und Jugendliche, deren Aufmerksamkeit NICHT von „Erziehern“ nach außen gelenkt wird, so dass sie sich ungestört nach ihrem eigenen INNEREN Kompass richten können, erfahren Schritt für Schritt ihre Selbstwirksamkeit und werden „wie von selbst“ zu unabhängigen, selbstbestimmten Erwachsenen.

Die große Mehrheit unserer Zeitgenossen durfte bekanntlich nicht so aufwachsen und ist sich des kosmischen Gesetzes daher NICHT MEHR bewusst. Unter-richt, Unter-haltung und Nach-richten haben verlässlich dafür gesorgt, dass ihre Aufmerksamkeit von früher Kindheit an ständig nach außen abgelenkt wurde. Dadurch ist ihnen der Zugang zu ihrem INNEREN WISSEN verloren gegangen, also können sie sich nur noch an Gesetzen orientieren, die von Menschen festgelegt wurden. Das macht sie zu Spielbällen der gerade herrschenden Mächte und Meinungen! Denn wo die Selbststeuerung fehlt, nisten sich automatisch fremde, von außen kommende Gedanken und Überzeugungen ein.

Sich selbst entfremdete Menschen zu steuern, ist für religiöse, politische oder wirtschaftliche Machthaber ziemlich einfach: Es genügt, ihre Aufmerksamkeit in die gewünschte Richtung zu lenken – seien das nun vorgezeichnete spirituelle Heilswege, politische Richtungen, berufliche Karrieren, ausgewählte Nachrichten oder durch Werbung beeinflusste Konsumentscheidungen.

Die wichtigste Voraussetzung ist in jedem Fall, dass die Menschen davon abgehalten werden müssen, IN SICH SELBST die Quelle ihrer SELBSTMÄCHTIGKEIT zu entdecken! Dort würden sie nämlich nichts als Liebe und Verbundenheit mit sich und allen anderen Lebewesen vorfinden… Als nützliche Idioten – als Untertanen, willfährige Sklaven, eifrige Konkurrenten, brave Soldaten, Parteigänger, Nationalisten, religiöse Fanatiker, unersättliche Konsumenten, gläubige Mediennutzer oder ängstliche Kontrollfreaks – wären sie für die Exoteriker, die gerade an der Macht sind, somit gänzlich unbrauchbar!

So wie der Krieg, der nur eine Variante davon ist, kennt dieses exoterische Machtspiel aber letztlich auf beiden Seiten nur Verlierer. Denn Herrschende wie Beherrschte sehen sich gleichermaßen gezwungen, ihren ebenfalls eingeborenen freien Willen dazu zu missbrauchen, miteinander auf Teufel komm raus zu konkurrieren, um zu überleben oder immer schneller, besser, reicher und mächtiger zu werden!

Noch nie gab es so viele Menschen auf der Welt, die sich weder durch Strafen noch durch die Gefahr der Lächerlichkeit davon abhalten lassen, aus diesem exoterischen Machtspiel auszusteigen und den Weg NACH INNEN zu suchen, um endlich durch die Versöhnung von Innen und Außen, Exoterik und Esoterik, Frieden mit sich und der Welt zu schließen. Manche von ihnen haben so wie ich aus eigenen Fehlern gelernt, andere sind schon als Friedensbringer zur Welt gekommen wie Christina von Dreien. Dass die Zeit reif ist für ihre Botschaft, ist mir gestern übrigens auf äußerst unerwartete Weise bestätigt worden:

Um meinen Schwiegereltern eine Freude zu machen, habe ich sie eingeladen und mir mit ihnen die Hochzeit von Prinz Harry im TV angeschaut. Der schwarze Pastor, der auf ausdrücklichen Wunsch der Braut aus Amerika eingeflogen wurde und eine flammende Predigt hielt, die von Hunderten Millionen an den TV-Schirmen gehört wurde, hat – ohne ihren Namen zu nennen – mit einem Lieblingssatz von Christina geendet: „Wenn wir alle IN UNS die Energie der Liebe entfesseln, dann hat die Menschheit ein zweites Mal in ihrer Geschichte das Feuer entdeckt.“

PPS.:

Melanie Hetterich hat für die INITIATIVE BILDUNGSFREIHEIT eine neue Homepage entworfen! Zu finden ist sie unter der neuen Adresse www.bildungsfreiheit.com

herzlich
Alexandra

Scholé-Nachrichten April 2018 / Es geht ums Ganze

Liebe Scholé-Freunde,

Ich würde mich freuen, wenn ihr ab und zu auf unsere eben erst eröffnete Homepage 

http://www.bildungsfreiheit.com schaut und sie eventuell um einen eigenen Beitrag bereichert: Willkommen sind vor allem ganz konkrete positive Beispiele, die Mut zur Freiheit machen!

In den letzten Wochen hat sich viel getan: Da gab es das erste über die Pioneers of Change organisierte Bildungsfreiheits-Treffen im Markhof, bei dem sich alle einige waren, wie notwendig eine Alternative zum derzeitigen Schulsystem vor allem für Hochsensible (Kinder UND Erwachsene!) wäre!

Aber auch innerhalb des Systems leiden immer mehr Menschen an den herrschenden Zuständen und würden lieber heute als morgen einen echten Bildungswandel einleiten. Eindrucksvoll bewiesen hat mir das ein Gespräch mit Josef Hörndler, dem Pflichtschulinspektor für das Mostviertel, und der ebenfalls unglaublich aufgeschlossenen Direktorin der Volksschule in Allhartsberg, zu dem mich eine Freilernermutter letzte Woche mitnahm. Wir wurden extrem freundlich empfangen und hatten volle 2 Stunden Gelegenheit, mit den beiden über die Anliegen der Freilerner sowie unseren Wunsch nach Bildungsfreiheit für ALLE Kinder zu sprechen. Zum Abschied schenkte Josef Hörndler auch noch jeder von uns ein Exemplar seines Buches „Es geht ums Ganze“ mit persönlicher Widmung.

Dieses Gefühl, dass es ums Ganze geht, scheint im Moment viele Menschen zu erfassen: Halbherzige Reformen genügen nicht mehr, um die Risse und Sprünge in unseren sozialen Systemen zu kitten – solche Reformen sind schon veraltet, noch ehe sie umgesetzt werden konnten. Trotzdem fällt es den meisten immer noch schwer, wirklich GROSS zu denken… Gestern traf ich mich mit dem Bildungssprecher von NEOS, der derzeit einzigen Parlamentspartei, die in Sachen Bildung wirklich innovative Ansätze zu entwickeln versucht. Überzeugt hat mich vor allem ihre Idee, parallel zum derzeitigen Unterrichtssystem ein alternatives Modell einzuführen: Menschen, die den Mut zu mehr Selbstbestimmung haben, könnten so mit den Füßen gegen das „abgesicherte“ alte und für das „offene“ neue Modell abstimmen.

Doch meiner Überzeugung nach sind die Ziele des neuen Modells noch nicht hoch genug gesteckt, und eben deshalb laufen sie Gefahr, in der parlamentarischen Debatte bis zur Unkenntlichkeit weiter verwässert zu werden… Die Forderung nach echter Bildungsfreiheit dagegen könnte ungeahnte Energien bei allen Betroffenen mobilisieren! Allerdings müsste das Recht auf selbstbestimmte Bildung auf dem Weg über die Höchstgerichte erfochten werden, damit es nicht zum Spielball des Parteienstreits herabgewürdigt werden kann. Wie es im Moment aussieht, ist das die Linie, die wir in den kommenden Monaten verfolgen werden.

Eine wirksame Unterstützung unseres Vorhabens erhoffe ich mir allerdings auch noch von ganz anderer Seite: In der Schweiz kam am Ostersonntag vor 17 Jahren ein Mädchen mit mehrdimensionalem Bewusstsein zur Welt. Sie nennt sich Christina von Dreien und ist nach Abschluss ihrer Schulzeit 2017 erstmals öffentlich aufgetreten. Zu ihren vordringlichsten Anliegen zählt die Veränderung des Bildungssystems, weil die Kinder der neuen Zeit mit dem alten Zwangssystem ebenso wenig zurechtkommen wie die Schule mit ihnen. Auch wenn die Rationalisten unter euch mir da vielleicht nicht folgen können oder wollen: Diesem zarten Mädchen, die gemeinsam mit ihrer Mutter Bernadette schon 2 Bücher veröffentlicht hat, traue ich wie niemandem sonst die Verwirklichung meiner Vision von “Muße für Herz und Geist“ zu…

In Vorfreude auf ungeahnte Möglichkeiten, die sich eröffnen könnten, grüße ich euch herzlich
Alexandra

Scholé Nachrichten März 2018 / Aufstellung zur Bildungsfreiheit, Entgegnung vor Gericht

 

Liebe Scholé-Freunde, 

Danke für die vielen positiven Rückmeldungen auf den Vorschlag, eine zivilgesellschaftliche INITIATIVE für BILDUNGSFREIHEIT zu starten! Angeregt durch den Pioneers of Change Online-Kongress (er hatte über 10.000 Teilnehmer!) hat Melanie Hetterich die Pioneers of Change-Plattform genutzt, um ein Gruppentreffen zum Thema Bildungsfreiheit auszuschreiben.Ebenfalls im Markhof haben wir Mitte März eine verdeckte Aufstellung zu dem Thema gemacht (Sibylle hat dankenswerter Weise dabei mitgeschrieben). Diese Aufstellung hat uns interessante Aufschlüsse darüber gegeben, was für den Erfolg unserer Initiative BF besonders wichtig ist: So sagte die Repräsentantin der MENSCHENRECHTE (die zu dem Zeitpunkt ja noch gar nicht wusste, wen oder was sie darstellte), hinter einem Sessel versteckt auf dem Boden kauernd, wörtlich: „Ich habe schon Feuer unter dem Hintern! Ich warte nur darauf, endlich gerufen zu werden“! Klingt das nicht ermutigend?

Das GERICHT wiederum (dessen Repräsentantin sich als „selbstgerechten Kotzbrocken“ beschrieb), änderte auf einmal seine Haltung, als es den REGELSCHULEN begegnete. Es sieht also ganz so aus, als wären engagierte LehrerInnen IM Regelschulwesen entscheidend, um die Richter (die ja ebenso wie die Lehrer Staatsbeamte sind) von der Notwendigkeit einer Neudefinition des Menschenrechts auf Bildung zu überzeugen! Reformschulen und Freie Schulen, die sich auch untereinander nicht ganz einig waren, nahm das GERICHT deutlich weniger Ernst :-)) Aber es äußerte klar, wovor es Respekt hat: Vor denen, die mutig und frei sind!

Die BILDUNGSFREIHEIT selbst war in einem beklagenswerten Zustand. Sie fühlte sich total an die Wand gedrängt und schwer bedroht. An ihrer Seite standen nur die MONTESSORISCHULEN (das einzige Reformschulkonzept, das Eingang ins Regelschulwesen gefunden hat!), doch sie konnten nichts für sie tun. Erst als unsere INITIATIVE BF das Feld betrat, meinte die BILDUNGSFREIHEIT, nun hätte sie endlich „einen Anker“ gefunden!

Das FREIE SPIEL nahm die zentrale Position in der Mitte des Feldes ein. Die BILDUNGSFREIHEIT war froh, es zu sehen, während alle übrigen (Schulen, Lehrer, Reformschulen, freie Schulen, Colearning Space, Gericht, Prüfungen usw.) so sehr mit sich oder miteinander beschäftigt waren, dass sie es gar nicht wahrnahmen. Das SPIEL fand das sehr bedauerlich, seinem Selbstbewusstsein und seiner Lebendigkeit tat das aber keinen Abbruch.

Die LEHRER interessierten sich ausschließlich für die PRÜFUNGEN, die einen festen Stand in der Mitte des Feldes hatten. Als jedoch das GERICHT und die MENSCHENRECHTE miteinander Kontakt aufnahmen, gingen die PRÜFUNGEN in die Knie (!) und wollten sich dann sogar hinsetzen. Dadurch erhielten die LEHRER erstmals freien Blick auf das SPIEL.

Die FREILERNER standen von Anfang bis Ende am äußersten Rand des Feldes neben der Tür, sahen manchmal vergnügt, manchmal eher besorgt zu, was da passierte, und hielten sich für alle Fälle den Fluchtweg offen. Ganz zum Schluss richtete sich das besondere Interesse der endlich zu neuem Leben erwachenden MENSCHENRECHTE jedoch ausgerechnet auf die FREILERNER, die bisher kaum jemand beachtet hatte.

Damit hat die Aufstellung einen Zustand vorweggenommen, der sich hoffentlich bald auch in der Alltagswirklichkeit manifestieren wird!

Noch fühlen sich viele RichterInnen in Österreich verpflichtet, Freilernerfamilien zu bestrafen, wenn die Kinder nicht zu den vorgeschriebenen Jahresprüfungen antreten oder sie nicht bestehen. Warum ich das ganz und gar ungerechtfertigt finde, habe ich in einer allgemein gehaltenen ENTGEGNUNG zusammenzufassen versucht:

Mit der Anklage wird uns Eltern selbstbestimmt lernender Kinder unterstellt, unsere Söhne und Töchter
A) BEWUSST zu schädigen, was verbrecherisch wäre. Oder
B) ihnen UNBEWUSST Schaden zuzufügen, was bedeuten würde, dass wir unzurechnungsfähig sind!

Da erwiesenermaßen weder A) noch B) zutreffen (siehe dazu die Äußerungen des Jugendamts, beiliegende Gutachten, Zeugenaussagen usw.), können die der Klage zugrunde gelegten ANNAHMEN nicht den Tatsachen entsprechen:
1) die Annahme, dass Schulbildung für das Wohl eines Kindes unerlässlich sei.
2) Die Annahme, dass verpflichtende Prüfungen über den Schulstoff der einzige Weg wären, das MENSCHENRECHT jedes Kindes auf Bildung zu gewährleisten.
3) Die Annahme, dass positive Schulabschlusszeugnisse ein erfolgreiches und erfüllenden Berufsleben garantieren könnten.

Gegenbeweise für Annahme 1) finden Sie in der Anlage: In angelsächsischen Ländern hätte man das Recht auf prüfungsfreies Unschooling sicher nicht ausdrücklich geschützt, wenn Annahme 1) korrekt wäre.
Auch neuere und neueste Erkenntnisse aus Gehirnphysiologie, Verhaltensforschung, Pädagogik und Psychologie zeigen, dass Schulunterricht und Prüfungen, wie sie heute weltweit üblich sind, den Talenten und Bedürfnissen (vor allem hoch sensibler) Schüler und Schülerinnen vielfach nicht gerecht werden. Eben dies ist der Grund, weshalb engagierte Eltern neue Wege suchen!

Dass die Annahme 2) nicht auf Tatsachen beruht, lässt sich am einfachsten durch statistische Zahlen belegen: Etwa 25% der PflichtschülerInnen sind nach 8 Jahren regulären Unterrichts und regelmäßig abgelegter Prüfungen nicht einmal in der Lage, sinnerfassend zu lesen oder einfache Rechnungen zu lösen. Sie scheitern also noch mit 14 oder 15 an Aufgaben, die von frei lernenden Kindern schon im Alter von 7 oder 8 Jahren bei Externistenprüfungen gefordert werden! Weitaus tragischer ist aus unserer Sicht allerdings die Vorstellung, welch kostbare Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Schule gescheiterte und gedemütigte Kinder auf anderen Gebieten entwickelt hätten, wenn man ihnen ermöglicht hätte, sich ihrem inneren Lehrplan gemäß frei zu entfalten…

Jede Menge Gegenbeweise für Annahme 3) liefern ebenfalls die statistischen Zentralämter. Die wenigen existierenden Studien über frei lernende Kinder dagegen zeigen, dass sich diese im späteren Leben sowohl sozial als auch beruflich leichter und besser in die Gesellschaft integrieren als vergleichbare Schulabgänger.

Deshalb treten wir dafür ein, selbstbestimmtes Lernen rechtlich nicht mehr automatisch mit Schulschwänzen gleichzusetzen und es endlich auch in Österreich wissenschaftlich zu erforschen, anstatt es aufgrund längst widerlegter Annahmen weiterhin unter Strafe zu stellen!

Am Dienstag nach Ostern wird ein lieber Freund mir helfen, eine eigene Homepage für die Initiative Bildungsfreiheit zu erstellen. Dann melde ich mich wieder.

Frohe Ostern!

Alexandra, Sibylle und Melanie

Februar 2018 – Initiative für Bildungsfreiheit

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